US-Wahl sorgt für Volatilität

Politische Börsen mit starken Schwankungen

Das offene Rennen um die US-Präsidentschaftswahl hat sich gestern überraschenderweise sehr positiv auf die Aktienmärkte ausgestrahlt. Der Wahlausgang hängt nur noch von zwei Bundesstaaten ab. Der deutsche Leitindex DAX startete zunächst mit einem kräftigem Minus von rund 240 Punkten. Anschließend konnten die Bullen den Spieß umdrehen, um bis auf über 12300 Punkten und damit knapp über dem gestrigen oberen Bouhmidi-Band (12309,15 Punkten) anzuziehen. Der DAX schloss bei 12324,22 Punkten und somit mit einem Kursplus von 1,95%.

Nasdaq 100 macht knapp 5 % wieder gut

Auch an den US-Börsen ging es kräftig nach oben. Allein ein Einblick auf das Angst-und Euphoriebarometer der VIX genügt. Der Volatilitätsindex verbuchte gestern einen Rückgang von -16,82% und schob damit die Aktienmärkte an. Die Technologiebörse Nasdaq durchbrach heute rasch die 11.700 Punktemarke und schloss am Ende mit einem Plus von +4,41%.

Märkte preisen verstärkt einen Sieg von Biden ein, sollte es doch zu einer Kehrtwende kommen, könnten die gestrigen signifikanten Kursgewinne mächtig unter Druck stehen. Die FANG-Aktien sind die größten Treiber der heutigen Hausse.  Insbesondere weil die Gewichtung in den großen Aktienindizes verzerrt ist – eine Handvoll Aktien treiben die Märkte – sehen wir die starken Zugewinne an den Aktienmärkten. Die Technologieführer aus dem Silicon-Valley sind für Biden, und das sieht man auch derzeit an den Märkten.  

Starke Schwankungen am Forex und Anleihemarkt

Starke Schwankungen gab es auch an den Devisen- und Anleihemärkten. Nach einem frühen Tief bei 1,1605 stieg der Euro bis auf 1,1768 und wurde in der Nacht kaum verändert bei 1,1722 Dollar gehandelt. Die laufende Verzinsung der zehnjähriger Bundesanleihen sank zunächst bis auf – 0,669 %, um später bis auf ein Tageshoch von – 0,617 % zu steigen.

Ein überraschender deutlicher Rückgang der US-Rohölbestände hat am Mittwoch die Preise für den Energieträger getrieben. Die Notierung der Nordseesorte Brent kletterte bis auf 40,97 und lag am frühen Abend mit einem Gewinn von 2,5 % bei 40,71 Dollar. Der Goldpreis bewegte sich gestern in einer Spanne von 1 883 bis 1 916 Dollar. Am frühen Abend wies er ein Minus von 0,4 % auf 1 902 Dollar auf.

BOE und FED im Fokus der Anleger

Heute stehen wichitge geldpolitische Sitzungen zudem auf der Agenda. Zum einen steht am Morgen die geldpolitische Sitzung der Bank of England und am Abend sind Marktteilnehmer gespannt auf die Aussagen der US-Notenbank FED.

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