Makroökonomische Daten: Deutschland

„Hier findest du konkrete, aktuelle Indikatoren für Deutschland. Diese aktualisiere ich regelmäßig für dich, damit du immer auf dem neuesten Stand bist und die Indikatoren für deine Anlageentscheidungen nutzen kannst.“

Wirtschaft und Gesellschaft sind in stetigem Wandel. Mal wächst die Wirtschaft, mal stagniert oder schrumpft sie. Du kennst sie aus Medienberichten: die volkswirtschaftlichen Indikatoren. Es gibt Dutzende dieser makroökonomischen Kennzahlen. Im Folgenden erfährst du, was diese Indikatoren sind, was sie bedeuten und wie sie aktuell aussehen.

Wenn du nach unten scrollst, findest du konkrete, aktuelle Daten für Deutschland. Diese aktualisiere ich regelmäßig für dich, damit du immer auf dem neuesten Stand bist und die Indikatoren für deine Anlageentscheidungen nutzen kannst. Ich habe zudem eine Seite mit Indikatoren aus den USA für dich vorbereitet.

Fragen und Antworten zu volkswirtschaftlichen Indikatoren

Was ist ein volkswirtschaftlicher Indikator?

Volkswirtschaftliche Indikatoren sind eine Messgröße, die etwas über die Entwicklung von Konjunktur oder Wirtschaft aussagt. Mit wissenschaftlichen Methoden werden aus diesen Messgrößen auch Prognosen ableiten. Der volkswirtschaftliche Indikator wird auch makroökonomische Kennzahl oder Konjunkturindikator genannt.

Wer nutzt volkswirtschaftliche Indikatoren?

Staat und Wirtschaft nutzen die volkswirtschaftlichen Indikatoren, um sich ein Bild von der aktuellen wirtschaftlichen Lage zu machen und Maßnahmenvorschläge zu erarbeiten. Doch auch viele weitere Gruppen nutzen makroökonomische Daten, etwa Journalisten, Verbände, Politiker, Zentralbanken sowie Akteure am Finanzmarkt. Daher haben die makroökonomischen Daten einen großen Einfluss auf politische und wirtschaftliche Debatten, auf Anlageentscheidungen und auch auf die Entwicklung des Finanzmarkts.

Welcher Arten volkswirtschaftlicher Indikatoren gibt es?

Mengenindikatoren beschreiben, wie sich eine bestimmte Zahl entwickelt, etwa die Zahl der Arbeitslosen, der Hausverkäufe oder der Auftragseingänge. Preisindikatoren geben Aufschluss über das Preislevel etwa von Aktien, Immobilien, Lebensmitteln oder Rohstoffen. Frühindikatoren antizipieren künftige Entwicklungen. Sie sind vorauseilend. Etwa ist bekannt, dass ein Aktienindex in der Regel bereits die künftige wirtschaftliche Entwicklung einpreist.

Veränderung der Arbeitslosigkeit (monatlich)

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wird monatlich aktualisiert. Steigt die Zahl, so sollten die Konsumausgaben eher sinken. Fällt sie höher als erwartet aus, dann sinkt in der Regel der Kurs des Euro – und umgekehrt.

Verbraucherpreisindex (VPI, monatlich)

Wird das Leben in Deutschland günstiger oder teurer? Der Verbraucherpreisindex stellt diese Entwicklung anhand eines Warenkorbs dar, der für den durchschnittlichen Haushalt in Deutschland angenommen wird. Somit gibt der Index einen Anhaltspunkt darüber, was sich die Verbraucher leisten können. Damit ist der Index eine Orientierungshilfe für die Wirtsc hafts- und Währungspolitik. Fällt der VPI höher aus als erwartet, dann steigt in der Regel der Euro – und umgekehrt.

Erzeugerpreisindex (EPI, monatlich)

Diese makroökonmische Kennzahl beinhaltet die inländisch erzeugten und verkauften Produkte und Dienstleistungen, und zwar konkret deren Preise aus Sicht des Verkäufers. Der Index bezieht sich auf den Zeitpunkt der Bestellungen, nicht der Auslieferung. Wenn der Erzeugerpreisindex höher als erwartet ausfällt, so steigt in der Regel der Euro – und umgekehrt.

ZEW-Konjunkturerwartungen (monatlich)

Die monatlichen ZEW-Konjunkturerwartungen sind ein Frühindikator. Mehr als 350 institutionelle Investoren werden befragt. Einfluss der Kennzahl: Liegt der ZEW-Index über der Erwartung, so spricht das oft für einen steigenden Euro – und umgekehrt.

Ifo-Geschäftsklimaindex

Der Ifo-Index spiegelt früh die wirtschaftliche Entwicklung. Mehr als 7000 Unternehmen werden zur Konjunktur befragt. Steigt der Ifo-Index, dann bessert sich die Wirtschaftslage, und umgekehrt. Fällt er höher aus als erwartet, dann steigt in der Regel der Euro. Unterschreitet er die Erwartungen der Analysten, dann geht der Euro oft in den Sinkflug über.

GfK-Konsumklima (monatlich)

Wie geht es der Bevölkerung? Vertrauen die Einwohner auf eine positive konjunkturelle Entwicklung? Der GfK-Konsumklimaindex gibt Aufschluss auf Basis von mehr als 2000 monatlich befragten Verbrauchern. Diese geben Auskunft über ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung. Steigt der Index, so ost das ein Hinweis auf potentiell steigende Verbraucherausgaben. Entsprechend reagiert der Kurs des Euro. Bei unerwartet hohem GfK-Index neigt die Gemeinschaftswährung Europas zu steigenden Notierungen – und umgekehrt.

Einkaufsmanagerindex (EMI), verarbeitendes Gewerbe

Einkaufsleiter und Firmenchefs werden befragt, damit dieser Index erstellt werden kann. Erfasst werden Einschätzungen zu Preisentwicklungen sowie Lagerbeständen und Geschäfts-, Auftrags- und Beschäftigungssituation. Der EMI wird monatlich erhoben und am dritten Werktag nach dem Berichtsmonat publiziert. Liegt der Index über 50, dann bedeutet das eine positive Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Vormonat. Unter 50 ist das Gegenteil der Fall. Fällt dieser Frühindikator höher aus als erwartet, dann trägt das zu einem steigenden Eurokurs bei – und umgekehrt.

Industrieproduktion (monatlich)

Der Indikator gibt Aufschluss über Änderungen der Produktionsleistung. Es fließen Daten von Herstellern ein und beispielsweise von Versorgern oder auch Abbauunternehmen. An der Industrieproduktion lassen sich sehr gut die Konjunkturzyklen ablesen, denn die verarbeitende Industrie ist sehr anfällig für Schwankungen. Wenn es der Wirtschaft in einem Zeitraum besser als zuvor geht, dann steigt auch die Industrieproduktion. Das trägt in der Regel zu einem steigenden Eurokurs bei – und umgekehrt.

Bruttoinlandsprodukt (quartalsweise)

Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) ist die wichtigste makroökonomische Kennzahl in Deutschland. Es bringt die gesamte Wirtschaftsleistung zum Ausdruck und ist um den Einfluss der Inflation bereinigt. Fällt es höher aus als erwartet, dann steigt tendenziell der Kurs des Euro – und umgekehrt.

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